Rohner Privatstiftung

Rohner Privatstiftung

Aktuelle Ausstellung

 

GRAPHISCHE ZEICHEN DER ZEIT

 

Das verbindende Element der Ausstellung ist, dass für alle gezeigten Künstlerinnen und Künstler das Medium der graphischen Arbeit einen hohen Stellenwert hat. Mit  Zeichnungen, Radierungen, Holzschnitten und Studien zeigen Vorarlberger Kunstschaffende seit Generationen, wie vielfältig und expressiv graphische Kunst ist.

Dem Rohnerhaus ist es wichtig, dieser Kunstrichtung eine zeit- und generationenübergreifende Hauptausstellung zu widmen und dabei eine spannende Inszenierung zu gestalten. Graphische Arbeiten entstehen zu jeder Tag- und Nachtzeit, oft impulsiv, um das Wesentliche mit einfachsten Mitteln einprägend festzuhalten. Sie zeigen die spontane Sinnlichkeit des Daseins. Der Blick ist die effektivste Form der Kommunikation.

„Nirgends lernt man einen Künstler besser kennen als in der Graphik. Man muss Handzeichnungen ansehen, wie man den Brief eines vertrauten Freundes liest. Man muss auch das beachten, was zwischen den Zeilen steht.“ Ernst Ludwig Kirchner, 1921

Zeichnungen sind der wichtigste Grundstein für weiteres Gestalten, Planen, Malen und Formen. Zu erwähnen ist die Kunst des Radierens, wo der Meister mit Stichel und Schabe in Metall, Holz oder Stein einsticht, damit seine Bildkonstruktion mit langem Fleiß und Arbeit zum Druck auch in Farbe bereitgestellt wird. Die heute vernachlässigte Zeichenkunst in den hohen Schulen kann der Zeit gelaunt nicht durch andere Lernformen wie Fotografie, EDV usw. mechanisiert werden. Denn die Seele einer persönlichen Handzeichnung, dem Aquarell, einer Radierung der Natur abgeleitet, ist eine unumgängliche Voraussetzung, um neue, gute und spannende Kunst voranzutreiben. Die Vielfalt der Motive der gezeigten Werke reicht von Schwarzweiß-Darstellungen zu farbigen Unikaten und Serigrafien. Die graphischen Möglichkeiten verdeutlichen die technischen Unterschiede von Aquarell, Collage, Holzschnitt, Radierung und angewandter Drucktechnik. Es zeigt Schönheit, Ästhetik, Erregung, Geschichte und die Tat. Wahre Kunst spricht von Freiheit und Frieden für die Gesellschaft und Familien.

Wir glauben, dass gerade heute in der materialisierten Genusswelt und neuem Freizeitvolumen mit dem Vorzeigen bildender Kunst aus der Urform des künstlichen Schaffens, dem Wesen der Sinnlichkeit der Gesellschaft zu einen Mehrwert unserer Kultur bietet. Das Rohnerhaus inszeniert mit graphischem Bestand und Leihgaben ein philosophisches, geistiges Spiel für seine Besucher und Freunde des Hauses.

 

 

FRAUEN - Kabinettausstellung im 1. Stock 

 

Die bildenden Künstler*innen haben sich immer schon mit dem "Bild" der Frau auseinandergesetzt. Dabei auch die zeitbedingten Eindrücke, ihrem sozialen Umfeld und Lebenswirklichkeit geschuldet, die den Betrachter*innen eine Annäherung an vergangene "Frauen-Bilder" gestatten. Historisch museumgerecht zeigen wir Kunstwerke u.a. von Rudolf Wacker, Edmund Kalb, Herbert von Reyl-Hanisch, Oswald Baer, Karl Schwärzler, Günter Gruber, Franz Rederer, Hubert Berchtold, Flora Bilgeri uvm.